Zurück in die Zukunft mit der Berufsbildenden Schule für Fahrzeugtechnik, Hamburg
Zurück in die Zukunft – und von dort mit einem gemeinsamen Nordstern weiter.
Lehrkräfte, Schulleitung, Schüler*innen, Sozialpädagog*innen, Menschen aus Verwaltung und Technik sowie Vertretungen der Ausbildungsbetriebe fragten gemeinsam: Wie soll unsere Schule der Zukunft 2036 aussehen? Wofür wollen wir stehen? Und woran wird man im Alltag merken, dass wir diesem Zukunftsbild näherkommen?
Genau darum ging es bei unserer zweitägigen Zukunftswerkstatt an der Beruflichen Schule für Kraftfahrzeugstechnik BS 16 in Hamburg, die wir als Schulentwicklungskollektiv begleiten durften. Gemeinsam mit Schulleitung und Visions AG der BS 16 hat das „sek“, wie wir scherzhaft abkürzen, die beiden Tage entwickelt und gestaltet … und moderiert. Wir durften wieder erleben, wie viel Kraft entsteht, wenn Schulentwicklung wirklich multiperspektivisch gedacht wird. Unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ sprachen wir nicht nur über Veränderung, sondern wir entwarfen eine gemeinsame Zukunft.
Die Schule hatte das Motto bis ins Detail aufgegriffen: Es gab den Trailor zum bekannten Spielberg-Film und sogar Eis aus der Zeit der „Zurück in die Zukunft“-Filme, unter anderem Dolomiti. Da wurden regelrecht Kindheitserinnerungen wach. Ein schöner kleiner Moment: zurückschauen, erinnern … und von dort aus nach vorne denken. Beispiele aus dem Methodenbaukasten:
- Wir blickten in einer Ratingkonferenz zurück auf das, was die BS16 stark macht.
- Eine Rotundendiskussion machte Spannungsfelder sichtbar.
- In Kulturpyramiden wurden Purpose, Grundannahmen, Werte und konkrete Verhaltensweisen einer Schule der Zukunft sichtbar.
- In einer Fishbowl-Diskussion wurden Gemeinsamkeiten, Spannungsfelder und Zukunftswünsche geschärft
Schritt für Schritt entstand ein gemeinsames Bild davon, wohin die Reise gehen soll: ein erster Nordstern.
Besonders wirksam war die echte Multiperspektivität dieser beiden Tage. Denn Schule verändert sich nicht nachhaltig, wenn wenige für viele denken. Sie verändert sich dort, wo Menschen miteinander denken, einander wirklich zuhören, Unterschiede aushalten und gemeinsam Verantwortung übernehmen.Nikola Poitzmann und Volker Krobisch moderierten. Großartige Impulse zur „Zukunft des Lernens“ kamen von Kati Ahl . Johanna Franka Schleipen illustrierte und kommentierte mit ihrem wunderbaren Graphic Recording den Prozess. Zusammen mit der Visions AG haben wir Denkräume geöffnet, Gedanken, Diskussionen und Zukunftsbilder sichtbar miteinander entwickelt und Zukunft konkret gedacht.
Am Ende standen keine fertigen Hochglanzantworten, sondern etwas viel Wertvolleres: gemeinsame Orientierung, Verbindung und Lust darauf, den nächsten Schritt zu gehen. Danke an die gesamte Schulgemeinschaft der BS16 für die Offenheit, Energie und den Mut, Schule gemeinsam neu zu denken. Zukunft entsteht nicht irgendwann, sondern im Jetzt, in den Gesprächen , die wir heute miteinander führen
und den Entscheidungen, die wir treffen.